Ausbildung

Grundqualifikation und beschleunigte Grundqualifikation

Die Grundqualifikation oder beschleunigte Grundqualifikation ist für alle Busfahrer, die ihre Fahrerlaubnis nach dem 09.09.2008 erworben haben und für LKW-Fahrer, die ihre Fahrerlaubnis nach dem 09.09.2009 erworben haben, vorgeschrieben. Für die Grundqualifikation ist keine Ausbildung vorgeschrieben, sie besteht aus einer sehr umfangreichen Prüfung. Bei der beschleunigten Grundqualifikation ist eine Ausbildung vorgeschrieben, dafür hat sie einen reduzierten Prüfungsumfang.

Grundqualifikation

Bei der Grundqualifikation ist kein Lehrgang vorgeschrieben. Die Prüfung besteht aus einem theoretischen Teil (4 Stunden) und einem praktischen Teil (3 Stunden). Voraussetzung für die Zulassung zur Prüfung ist der Erwerb der entsprechenden Fahrerlaubnisklassen. Die Aneignung der nötigen Kompetenzen, sowie die Prüfungsteilnahme müssen von dem Kraftfahrer selbst organisiert werden. Die IHK verlangt, dass der praktische Teil der Prüfung aus Sicherheitsgründen in einem Fahrschulfahrzeug im Beisein eines Fahrlehrers durchgeführt wird. Hierfür (sowie für vorherige freiwillige Übungsstunden) steht wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Beschleunigte Grundqualifikation

Bei der beschleunigten Grundqualifikation ist im Gegensatz zur Grundqualifikation ein Lehrgang vorgeschrieben. Diese Ausbildung umfasst 130 theoretische Zeitstunden, sowie 10 Fahrstunden. Hierbei muss vor der IHK des Wohnortes nur eine theoretische Prüfung (90 Minuten) abgelegt werden. Eine Fahrerlaubnis muss zur Prüfung nicht vorgelegt werden. Die Teilnahme an dem Lehrgang, sowie die Prüfungsteilnahme müssen ebenfalls von dem Kraftfahrer selbst organisiert werden.

Weiterbildungen nach dem Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz

Seit Einführung des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes (BKrFQG) und der Berufskraftfahrer-Qualifikations-Verordnung (BKrFQV) müssen…

Grundqualifikation

Fahrer/innen der Klassen C1, C1E, C, CE, die ihre Fahrerlaubnis vor dem 10.09.2009 erhalten haben, bis spätestens zum 10.09.2014 an einer 35-stündigen Weiterbildung teilnehmen.

Beschleunigte Grundqualifikation

Fahrer/innen der Klassen D1, D1E, D, DE, die ihre Fahrerlaubnis vor dem 10.09.2008 erhalten haben, bis spätestens zum 10.09.2013 an einer 35-stündigen Weiterbildung teilnehmen.

Die 35 Stunden sind in 5 Module zu je 7 Unterrichtseinheiten á 60 Minuten unterteilt.
Diese Weiterbildungen sind alle 5 Jahre zu wiederholen und entsprechend nachzuweisen.

BKF-Module

Herbst/ Winter 2019

Block 1

  • 28.09.2019 | Modul 1
  • 05.10.2019 | Modul 3
  • 12.10.2019 | Modul 2
  • 19.10.2019 | Modul 4

Block 2

  • 02.11.2019 | Modul 1 (ausgebucht)
  • 09.11.2019 | Modul 2 (ausgebucht)
  • 16.11.2019 | Modul 3 (ausgebucht)
  • 23.11.2019 | Modul 4 (ausgebucht)
  • 30.11.2019 | Modul 5

Modulwoche 1

  • 03.12.2019 | Modul 1
  • 04.12.2019 | Modul 2
  • 05.12.2019 | Modul 3
  • 06.12.2019 | Modul 5
  • 07.12.2019 | Modul 4

Block 3

  • 11.01.2020 | Modul 1
  • 25.01.2020 | Modul 3
  • 01.02.2020 | Modul 4
  • 08.02.2020 | Modul 5
  • 15.02.2020 | Modul 2

Beschreibung:

Eine wirtschaftliche Fahrweise wirkt kostendämpfend, und das nicht allein durch sinkenden Kraftstoffverbrauch, sondern auch durch geringeren Verschleiß. Mit Eco-Trainings können so erhebliche Einsparpotenziale realisiert werden.

Inhalte:

  • Voraussetzung für wirtschaftliches Fahren: Die technische Wartung
  • Notwendigkeit von Abgasnachbehandlungssystemen
  • Technik zur Unterstützung wirtschaftlichen Fahrens
  • Analyse der Fahrwiderstände
  • Eco-Fahrphilosophie
  • Alternative Kraftstoffe
  • Fahrer-Motivation zu wirtschaftlichem Fahren
  • Wirtschaftlichkeitsrechnung

Beschreibung:

Kenntnisse zu den allgemeinen und sozialrechtlichen Vorschriften sind nicht nur Voraussetzung, um rechtlich auf dem aktuellsten Stand zu sein, sondern auch wichtig, um im Fahrerinteresse die Gefahren zu senken.

Inhalte:

  • Allgemeine Vorschriften für den Güterverkehr
  • Die sozialrechtlichen Rahmenbedingungen und deren Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten, zum digitalen und zum analogen Kontrollgerät sowie zu den damit verbundenen Mitführpflichten gemäß EG- und AETR-Richtlinien sowie dem Arbeitszeitgesetz.
  • Auffrischung von Verkehrsregeln sowie neue Vorschriften zu Handy-Benutzung, Mautausweichverkehr, Personen im Laderaum, Anschnallpflicht und Reißverschlussverfahren sowie neuer Verkehrszeichen.

Beschreibung:

Der richtige Umgang mit den immer höheren Standards an Sicherheitstechnik in modernen Lkw macht es für den Fahrer unumgänglich, sich stets weiterzubilden. Kenntnisse dazu und zum Verhalten in Grenzsituationen werden in diesem Modul behandelt.

Inhalte:

  • Risiken des Straßenverkehrs und Arbeitsunfälle
  • Fähigkeit zu richtiger Einschätzung der Lage bei Notfällen
  • Kenntnisse der technischen Merkmale und Funktionsweisen der Sicherheitsausstattung des Fahrzeugs
  • Hinweise auf praktische Sicherheitsübungen
  • Kraftübertragung und Bremsmethoden
  • Kurvenfahren (unter- bzw. übersteuern)

Beschreibung:

Auftreten, Kommunikation und Verhalten des Fahrers beeinflussen das Ansehen eines Unternehmens und dessen Erfolg. Das Modul zeigt mit Hilfe von zahlreichen Beispielen Möglichkeiten auf, wie der Fahrer aktiv dazu beitragen kann, dem Unternehmen ein positives Bild zu verleihen.

Inhalte:

  • Kenntnis des wirtschaftlichen Umfelds des Güterverkehrs und der Marktordnung
  • Der Fahrer als Imageträger des Unternehmens
  • Kommunikationspartner des Fahrers
  • Die Bedeutung qualifizierter Fahrer
  • Die angemessene Arbeitsorganisation
  • Unterschiedliche Rollen des Fahrers
  • Sensibilisierung für die Bedeutung einer guten körperlichen und geistigen Verfassung
  • Fähigkeit, Gesundheitsschäden vorzubeugen
  • Fähigkeit, der Kriminalität und der Schleusung illegaler Einwanderer entgegenzuwirken

Beschreibung:

Unzureichende Ladungssicherung ist eine der Hauptursachen für schwerste Unfälle. Wie Fahrer ihre Ladungen richtig verladen und verzurren, erfahren Sie in diesem Modul.

Inhalte:

  • Kenntnisse über die wirkenden Kräfte während der Fahrt
  • Einsatz der Getriebeübersetzung entsprechend der Belastung des Kraftfahrzeugs und des Fahrbahnprofils
  • Berechnung der Nutzlast und des Nutzvolumens
  • Richtige Verteilung der Ladung
  • Auswirkung der Überladung auf die Achse
  • Fahrzeugstabilität und Schwerpunkt
  • Arten von Verpackungen und Lastträgern
  • Feststell- und Verzurrtechniken
  • Richtige Verwendung der Zurrgurte
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